Lieblingsapps und Cybermobbing: Aufschlussreicher Vortrag des Medienexperten Hans-Bodo Markus

Erstellt am Mittwoch, 13. Dezember 2017

Cybermobbing 6.12.17 Facebook ist Schnee von gestern – angesagt sind derzeit Apps wie WhatsApp, Instagram und Snapchat. Diese und weitere Apps kennen auch die Sechst- und Siebtklässler der Marienschule. Neugierig und an einigen Stellen auch betroffen folgten sie in dieser Woche dem Vortrag des Medienpädagogen und Diplom-Theologen Hans-Bodo Markus.

Was ist gerade los auf deinem Handy? – Auf diese Frage wissen die Schülerinnen und Schüler schnell eine Antwort. Zumindest erkennen sie sich schnell in Lebenssituationen wieder, in denen das Smartphone eine zentrale Rolle spielt. So gehört es für viele selbstverständlich mit ins Bad, ins Bett und zu jeder Verabredung. Eine Geburtstagsparty ohne Selfies? Nicht vorstellbar!

Jedoch birgt die Nutzung von Social-Media-Apps Risiken. In diesem Zusammenhang fällt den Schülerinnen und Schülern die Strahlung ein, die von Smartphones ausgeht und zu unruhigem Schlaf führen kann. Außerdem geben sie zu bedenken, dass die ständige Nutzung von Apps den Verlust echter sozialer Kontakte zur Folge haben kann. Medienexperte Hans-Bodo Markus regt die Schülerinnen und Schüler zu weiterem Nachdenken an. Wie steht es mit der Verschlüsselung von Nachrichten und Bildern? Wie ist die eigene Privatsphäre geschützt? Auf diese Fragen wissen die 11- bis 13-Jährigen nicht direkt eine Antwort.

Sowohl im Vortrag für die Schülerinnen und Schüler als auch im Vortrag für interessierte Eltern stellte Hans-Bodo Markus, der auch als Lehrer an einem Gymnasium in NRW tätig ist, einige Tipps zum Umgang mit Apps vor. Die wichtigsten Regeln: Niemals sehr persönliche oder peinliche Nachrichten, Bilder oder Videos versenden, Mobbing auf Plattformen melden und gegebenenfalls Kontakte blockieren. Ebenfalls wichtig: Die Privatsphäre durch entsprechende Einstellungen so gut wie möglich schützen. Klicksafe.de, eine EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz, hilft dabei, die hierzu notwendigen Einstellungen vorzunehmen. Denn wenn alles öffentlich gemacht wird, hat der einzelne App-Nutzer keine Kontrolle mehr darüber, auf welchen weltweiten Servern seine Daten gespeichert werden. Das Recht am eigenen Bild ist im Fall von versendeten Fotos dann häufig nur noch Theorie.

Begleitet werden die Vorträge durch Projekttage in der Jahrgangstufe 5. Neben dem richtigen Umgang mit Smartphones und Apps geht es bei den Projekttagen auch um Cybermobbing. Zur Diskussion steht, wie Cybermobbing verhindert werden kann und wie man eingreifen kann, wenn es hierfür schon zu spät ist.

 

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