Suchtprävention

Neue Wege in der Suchtprävention: Multiplikatoren

Im Rahmen der Gesundheitserziehung wurde an unserer Schule ein neuer Schwerpunkt im Bereich der Suchtprävention aufgebaut. Dabei spielt das eigenverantwortliche Handeln von Schülern eine wichtige Rolle. Während früher unsere Mittelstufenschüler von externen Fachleuten im Rahmen eines Schülerseminars informiert wurden, werden aktuell Schüler der Jahrgangsstufen elf und zwölf mit in den aktiven Bereich integriert und als Multiplikatoren (Peers) eingesetzt.


Die besondere Qualität von Peers liegt u. a. darin, dass sie

  • über den Gebrauch eines sehr ähnlichen Sprachschatzes und vertrauter jugendlicher Ausdrucksweise, in Kenntnis dessen, was „in“ ist, mit einem hohen Maß an Glaubwürdigkeit stärkeren Einfluss auf die MitschülerInnen nehmen und Gehör finden.
  • aufgrund ihres Alters eine ideale Balance herstellen können zwischen der Nähe der Lebenswelt der Zielgruppen, und der notwendigen Distanz durch bereits bewältigte Entwicklungsaufgaben und einen größeren Erfahrungsschatz.
  • zur Identitätsfindung in erhöhtem Maße beitragen können, da sie selbst authentische Identifikationsmöglichkeiten in Form selbst  gewählter Lebensstile bieten.
Die Multiplikatoren wurden in einem externen Seminar (vgl. Archiv der Homepage) durch Herrn Pukrop (Kriminalkommissariat, Soest) und Frau Wulf (Diplompädagogin der Stadt Lippstadt) ausgebildet. Die Multiplikatorenausbildung ist zusätzlich ein Weg zum Erwerb sozialer Kompetenzen.


Einsatz im Schulalltag:

Bildmaterial und Artikel zu den Aktivitäten können unter www.Marienschule-Lippstadt.net eingesehen werden.
Im Januar 2009 führten sie die ersten Präventionsseminare mit Schülern der Jahrgangsstufe acht durch.
Im Rahmen des Schulfestes informierten sie allgemein über die Suchtprävention an unserer Schule und verkauften sehr erfolgreich alkoholfreie Cocktails.
Im Sommer 2009 luden Sie die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sechs zu einer „Anti-Drogen-Disco“ ein. Ferner begleiteten sie die Jahrgangsstufe acht zu der in Langenberg stattfindenen Ausstellung Sucht hat immer eine Geschichte.
Zu Beginn des Schuljahres 2009/10 nahmen Sie an der Organisation und aktiven Gestaltung eines Infoabends: Lieber stark statt breit/ Lieber Schlau statt blau! teil.
Im Februar diesen Jahres finden für die Jahrgangsstufe sieben die Seminare im Rahmen der Suchtprävention statt.


Suchtprävention und Schule


Suchtproblemen muss man früh genug entgegenwirken.

Was sind die aktuellen Erscheinungsformen und Ursachen?

Wo liegen Einflussmöglichkeiten?

Welche Präventionsmaßnahmen gibt es?

 


„Drogenkonsum ist zunächst eine Reaktion auf unbewältigte Belastungsanforderungen im familiären, freundschaftlichen und schulischen Bereich.“ aus: Pädagogik, 2/2005, 57. Jahrgang, S. 7

 


 

 

Ausgehend von dieser Situationsanalyse wird deutlich, dass jedes Konzept zur Suchtprävention von folgendem Leitgedanken ausgeht:

 

Eine Persönlichkeit ist in ihrem gesamten Lebenszusammenhang zu sehen.


Suchtprävention muss daher als übergeordnetes Ziel:

 

Förderung und Stärkung der Persönlichkeit verfolgen

 

Schule als wichtiger Lebensraum kann ein Ort sein, diese Aufgaben zu bewältigen.

 

In der praktischen Umsetzung gliedert sich Prävention in zwei Schwerpunkte:

 

1. Primärprävention

Primärprävention beschäftigt sich allgemein mit der Vermittlung von Lebens-kompetenz.

Wie findet ein solches Ziel Umsetzung?

In Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrern und außerschulischen Experten erlernen Schülergruppen in Schülerseminaren Fähigkeiten und Fertigkeiten, die in Gefahrensituationen

innere Stabilität verleihen. Hierbei geht es nicht um Abschreckung oder Anhäufung von Wissen, sondern um die Entwicklung von Handlungskompetenz. Basis dafür ist die Entwicklung von Individualität einerseits und Gruppenfähigkeit andererseits. In der Balance zwischen beiden kann Beziehungsfähigkeit wachsen.

 

Als Fortführung und Ausblick ist eine begleitende oder nachfolgende Information, Beratung oder Unterstützung nötig. Diesen Schwerpunkt umfasst der Bereich:

 

2. Sekundärprävention

Er könnte folgende Inhalte thematisieren:

  • Projekttage zum Thema Sucht
  • Beratung betroffener Personen
  • Vermittlung an entsprechende außerschulische Stellen.

 

Die Grenzen der Schule beachten

 


„Schule ist weder eine therapeutische Einrichtung noch eine Institution der Strafverfolgung; sie ist auch kein Familienersatz oder gesamtgesellschaftlicher Reparaturbetrieb. Das markiert zum einen die Grenzen schulischer Handlungsmöglichkeiten und verweist zum anderen auf die Notwendigkeit der Kooperation mit Eltern, außerschulischen Diensten und Experten, vor allem mit der Jugendhilfe, dem Gesundheitsbereich, der Suchtberatung und der Polizei.“ aus: Pädagogik 2/2005, 57. Jahrgang, S.33

 


 

 

Dieses Konzept bedarf der ständigen Überarbeitung und Erweiterung. 

Die Durchführung der Schülerseminare erfolgte durch die Mitarbeiter der Soester Arbeitsgruppe PIT (Prävention im Team) .  

Auf diesem Wege ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung.

 

Ansprechpartnerin: J. Gremler-Niestegge

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