Elternberatung - Familienberatung

 

In der heutigen Zeit stehen Familien vielen Herausforderungen gegenüber, die frühere Generationen so nicht kannten und nicht bewältigen mussten. Daher enden übernommene elterliche Verhaltensweisen oft in Sackgassen und führen zu immer wiederkehrenden Konflikten und manchmal zu endlosen Machtkämpfen besonders in Zeiten der Pubertät.

Das Thema ‚Schule und Lernen‘ belastet dabei zum Teil in großem Maße und mit zunehmendem Alter der Kinder das Verhältnis zu ihren Eltern.

Ihre schulischen Leistungen lassen gerade in der Pubertät manchmal deutlich nach und sie suchen gleichzeitig nach Akzeptanz ihrer Persönlichkeit, Verständnis ihrer jeweiligen Lebenssituation und individueller Unterstützung durch Eltern und Lehrerinnen und Lehrer.

 

Beratungsbedarf

Dadurch ist der Bedarf an Beratung sowohl durch die Klassenlehrerteams als auch als durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer in den letzten zwei Jahrzehnten stark angestiegen und entwickelt sich über die Elternberatung auch zunehmend zur Familienberatung weiter.

Um hier die notwendige Professionalität in der Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus und in den Beratungsgesprächen anbieten zu können, steht die Eltern- bzw. Familienberatung der Marienschule auf drei Säulen.

 

Beratungsangebote

Beratung I

HrFrintropHerr Wilfried Frintrop arbeitet im systemischen Kontext mit Eltern und Kindern in Einzel- und Familiengesprächen praxisorientiert an der Entwicklung konstruktiver Lösungen zur Verbesserung der Beziehungsqualität aller Beteiligten.

Die daraus resultierenden Ergebnisse bzw. positiven Veränderungen dienen anschließend als Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Eltern, Schülern und Lehrern und bieten dadurch oft neue Perspektiven zur Fortführung der erfolgreichen Schullaufbahn.

Herr Frintrop absolvierte im Rahmen von familylab Deutschland eine mehrjährige Ausbildung zum Seminarleiter für Elternberatung und Lehrerfortbildungen.

Seine praxisorientierte Arbeitsweise in Beratungen, Seminaren und Vorträgen orientiert sich an den Erfahrungen des Kempler Instituts für Lehrerfortbildungen in Dänemark; hier besonders an den Erkenntnissen und innovativen Arbeitsmethoden des ehemaligen Institutsleiters Jesper Juul und der Psychologin Helle Jensen.

Beratungsgespräche können individuell mit Herrn Frintrop abgesprochen werden.

 

Beratung II

Um die Kommunikationsfähigkeiten, Beratungskompetenzen und damit auch die Gestaltung von Beziehungsprozessen zu Schülerinnen und Schülern und Eltern an der Marienschule zu intensivieren, arbeitete Herr Frintrop über zwei Schuljahre mit einer Gruppe von 14 Lehrerinnen und Lehrern aus dem Marienschulkollegium in regelmäßigen Abständen an herausfordernden und jeweils aktuellen Kommunikations- bzw. Beratungssituationen und deren konstruktiven Bewältigungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus finden wöchentlich informelle kollegiale Gespräche zur Vorbereitung und Auswertung von Beratungsgespräche statt.

 

Beratung III

Pädagogische und psychologische Beratung

Zielsetzung und Adressaten

Die Beratung will Hilfen geben bei pädagogischen und psychologischen Problemen von Schülerinnen und Schülern wie auch bei Fragen, die die existenzielle und religiöse Dimension ansprechen.

Adressaten sind

  • ratsuchende Schüler/innen, die sich in Konflikt- oder Krisensituationen in der Schule/Klasse oder zu Hause/in der Familie befinden, die Identitäts- oder Sinnfragen haben oder in persönlichen oder schulischen Problemsituationen einen Ansprechpartner suchen;
  • Schulklassen oder Teilgruppen, die Hilfen bei Gruppenprozessen und -konflikten brauchen;
  • Eltern, deren Kinder in der Schule Verhaltens- oder Leistungsprobleme zeigen;
  • Lehrer, die mit verhaltensauffälligen oder schulschwierigen Schülern zu tun haben und Impulse suchen.

Zudem erfolgt im Rahmen der Beratung Krisenintervention, wo es notwendig ist.

Vorgehensweise

Das Angebot des Beratungslehrers besteht im Wesentlichen in einer verstehenden Beziehung zu den bei ihm Ratsuchenden. Das Erfassen und Diagnostizieren des problematischen Verhaltens dient als Hilfe zum Verstehen der Schülerin / des Schülers. Erst auf dieser Grundlage können Impulse und Hilfestellungen erfolgen oder verändernde Maßnahmen angeregt bzw. eingeleitet werden. Dabei ist es nicht die Aufgabe des Beratungslehrers, ein Problem für den/die Ratsuchenden zu lösen. Die Veränderungen können nur durch den/die Betroffenen selbst erreicht werden und sind Prozesse, die der Zeit bedürfen.

Organisation

Seit dem Schuljahr 1997/98 besteht die Möglichkeit, eine entsprechende Beratung in Anspruch zu nehmen:

SrRenate2012

Ort:               Beratungsraum/Sr. Renate

Zeiten:           Mittwochnachmittag: 13.35 – 15.15 Uhr (oder auch nach Vereinbarung)

                     morgens während der Schulzeit (nach Vereinbarung)

Terminabsprachen können persönlich in den Pausen während der Schulzeit oder telefonisch erfolgen. Die Handynummer wird zu Beginn des Schuljahres in den Klassenpflegschaftssitzungen den Eltern mitgeteilt und kann jederzeit im Sekretariat erfragt werden. Zudem hängt sie am Beratungsraum aus.

Jedes Beratungsgespräch unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht.

Sr. Dr. Renate Rautenbach hat eine zweijährige mit Prüfung abgeschlossene Ausbildung zum Beratungslehrer und zusätzlich eine gruppendynamische Zusatzausbildung mit Zertifikat absolviert sowie eine einjährige Fortbildung mit Zertifikat zur familiensystemischen Beratung absolviert. Dazu erfolgten diverse mehr- oder eintätgige Fortbildungen im Rahmen von Gewaltprävention und Umgang mit Agression und Mobbing.

Zusammenarbeit

Die Beratung erfolgt im Handlungsfeld der Schule. Innerhalb dieses Bezugsrahmens stellt die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (z.B. Erziehungsberatungsstellen, Schulpsychologe) eine notwendige Ergänzung dar.

Supervision

6-8 mal im Jahr erfolgt in der Ausbildungsstätte TBZ – Osnabrück die Supervision für Beratungsleher/innen, innerhalb derer aktuelle Fallbeispiele, die die einzelnen aus ihrer Praxis mitbringen, besprochen werden. Zudem erfolgt begleitend Fortbildung zu aktuellen Fragen und Themen (aktuell: sexueller Missbrauch).


Insgesamt eröffnet der Blickwinkel auf die Marienschule als ‚lernendes Dreieck’ aller am Schulleben Beteiligter eine Schulentwicklung, die dem aktuellen Anforderungsprofil hinsichtlich einer gelingenden Kommunikationsstruktur und Beratungskompetenz zunehmend entspricht.

 

 

 

 

 

 

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