Ungarnaustausch

Erstellt am Sonntag, 13. Juni 2010

Ungarn 2010„Unsere inzwischen seit 18 Jahren bestehende Schulpartnerschaft ist ein Beleg dafür, dass Europa in vielen kleinen Beiträgen hervorragend funktioniert.“ Mit diesen Worten begrüßte der Leiter der Marienschule, Heinz Müting, 23 Gastschüler und zwei begleitende Lehrerinnen aus der ungarischen Stadt Eger, zu dessen Janos-Neumann-Gimnazium die Lippstädter Schule bereits seit 1992 eine intensive Partnerschaft unterhält. „Mehr als 500 deutsche und ungarische Jugendliche und deren Familien haben wir damit zusammengeführt, ein beachtlicher Beitrag zur internationalen Verständigung“, begeistert sich Müting.

Nachdem die deutschen Schüler im Herbst vergangenen Jahres in Eger gewesen waren, stand nun der Gegenbesuch in Westfalen an. Somit waren sich die Schüler bei der Begrüßung gar nicht mehr fremd und konnten mit ihren ungarischen Partnern ein umfangreiches Programm starten. Neben gemeinsamem Schulunterricht - die ungarischen Schüler sprechen mehrheitlich aufgrund ihrer Teilnahmen an Spezialklassen ein hervorragendes Deutsch - gab es viele abwechslungsreiche Aktivitäten, während derer die Lippstädter sich für die erlebte ungarische Gastfreundschaft revanchieren konnten.
Natürlich gab es eine Stadtführung durch Lippstadt, abgerundet durch einen Empfang beim Bürgermeister im Stadtpalais, aber auch Exkursionen nach Köln, Münster, Paderborn und ins Sauerland standen auf der Tagesordnung. Im Nixdorf-Museum hatte sich die Führung vor allem konzentriert auf die dem ungarischen IT-Forscher Janos Neumann gewidmete Abteilung, da dieser nach erfolgreicher internationaler Karriere vor allem in den USA dem ungarischen Partnergymnasium seinen Namen gegeben hatte.

Köln beeindruckte durch  seine römischen Wurzeln, die mittelalterliche Stadt mit den Kirchen, aber auch durch seine Modernität zum Beispiel im Rheinau-Hafen. Dabei zeigten die ungarischen Schüler neben der Flusslage mit ihren Brücken auch verschiedene Gemeinsamkeiten zur ihrer Metropole Budapest auf.
Nachdem die deutschen Schüler in Eger mit der lokalen Weinproduktion bekannt gemacht worden waren, stand auch eine Brauerei-Besichtigung in Langenberg auf der Tagesordnung, um die westfälische Getränkekompetenz zu demonstrieren. Dem Alter entsprechend, musste auf die traditionelle Produktprobe am Ende der Führung verzichtet werden, für viele Gastschüler ein weiterer Anlass, später in ihrem Leben noch einmal nach Lippstadt zurückzukehren.

Dass Fußball auch international verbinden kann, zeigte sich beim Schauen des Länderspiels zwischen Ungarn und Deutschland. Der spätere Kauf von diversen Fanartikeln zeigte, dass die deutsche Fußballmannschaft bei der WM in Eger einige neue Anhänger gefunden hatte.
„Nun steuern wir mit unserer nächsten Austauschrunde auf ein 20-jähriges Jubiläum der Schulpartnerschaft zu, ein ungewöhnlich langes und gut funktionierendes Projekt. Die ersten Vorbereitungen dazu starten noch in diesem Jahr“, fassen die verantwortlichen Lehrer Gaby Ibing-Heinemann und Wilfried Jäger zusammen.

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