Beifall und Standing Ovations für das Jenkins-Projekt

Erstellt am Montag, 24. April 2017

Armed man2Mit einer Friedenstaube auf den Plakaten warben der Lippstädter Musikverein und unsere Schule für ihr gemeinsames Projekt. Eine Messe für den Frieden aus der Feder des wohl bekanntesten zeitgenössischen Komponisten sollte zur Aufführung gelangen. Und diese Aufführung gelang.

Auch beim zweiten Kooperationsprojekt zwischen dem Konzertchor Lippstadt und unseren Schulchören harmonierte die Klangchemie. Begleitet von der Südwestfälischen Philharmonie stimmten der Konzertchor Lippstadt, die Mittelstufenchor-AG und der Vokalpraktische Kurs ein musikalisches Highlight an, die "Mass for the Armed Man" des britischen Komponisten Karl Jenkins. Die solistischen Partien wurden u. a. von Judith Musga (Sopran), Laetitia Bittner (Alt), Matthias Cano Urbanke (Tenor) und Bastian Oberdick (Bass) übernommen. Die Einstudierung der Schulchöre lag auch dieses Mal in den Händen von Musiklehrer Heiko Held. Die Gesamtleitung hatte der Städtische Musikdirektor Burkhard A. Schmidt.armed man3

Rund 160 beteiligte Musiker und Choristen füllten als Klangkörper die gesamte Bühne des Stadttheaters aus, während die Perkussionsgruppe des Orchesters mit über 20 verschiedenen Rhythmusinstrumenten am rechten Bühnenaufgang auf ihre Einsätze wartete. Ein imposantes Bild! 
Nach dem berühmten "Adagio for Strings" von Samuel Barber, durch das man aus dem Alltag gezogen wurde, war es soweit. Wie aus dem Nichts erklang die Marschtrommel. Sie intonierte das französische Soldatenlied "L'homme armé" der Chöre. Mit einer kolossalen dynamischen Steigerung verdeutlicht der Komponist, wie der Krieg Menschen in seinen Bann zieht. Spätestens im 7. Satz des Oratoriums, als die donnernde Pauke des Schreckens verklungen ist und die Chöre ein erbittertes Todesschrei-Cluster formen, ist die anfängliche Kriegseuphorie vergessen. Deutliche Worte mahnen anschließend, nicht diesen Kriegsweg zu beschreiten. Formuliert wurdenarmed man4 sie von Zeitzeugen, Überlebenden, Beobachtern, die das Leid der Menschen und Tiere ins Bewusstsein rufen, bevor das Ende der Komposition durch Friedensglocken und ein gebetsmühlenartiges Flehen um Beendigung aller Kriegsbestrebungen eingeläutet wird.
Die Begeisterung über eine spannungsgeladene Aufführung des Antikriegs-Oratoriums entlud sich mit einem lang anhaltenden Applaus im voll besetzten Stadttheater. Die Kooperation zwischen dem Musikverein und der Marienschule Lippstadt, durch die 38 unserer musikalisch begabten Schülerinnen und Schüler ein besonderes Konzert mitgestalten durften, war ein voller Erfolg. Diese einmalige Aufführung wird ihnen und dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben.

 

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