Fachschaft Physik erkundet zwei Zentren der aktuellen Forschung

Erstellt am Montag, 01. Juli 2013

T. Herting nimmt den Uhrenvergleich vorEine informative Exkursion zu zwei Orten in Deutschland, an denen physikalische Grundlagenforschung betrieben wird, haben die Lehrerin und Lehrer der Fachschaft Physik unternommen.

Neben M. Diewald, T. Herting, U. Potthoff, U. Sigge, M. Schulte und M. Freudenreich nahmen mit L. Grussel und H. Müting auch zwei ehemalige Lehrkräfte der Marienschule teil.

Die zweitägige Fortbildung führte zunächst zur Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) nach Braunschweig. Hier arbeiten die „Wächter der Einheit“: Eine der wesentlichen Aufgaben der PTB ist die Grundlagenforschung und die Kontrolle im Bereich des SI (System International), also der Einheiten, mit denen nicht nur im Physikunterricht umgegangen wird: Sekunde, Meter, Kilogramm usw. - so erhalten u.a. Funkuhren ihr Zeitsignal von einer Atomuhr, die denjenigen aus der PTB gleichen und von deren Genauigkeit sich die Fachschaft direkt vor Ort ein Bild machen konnte. (siehe Bild)

Neben einem Vortrag zur Wirkung und Gefahr von ionisierender Strahlung konnten die Physiklehrer an der PTB einen „schalltoten Raum“ besichtigen und erleben. In diesem Raum sind die Wände, der Boden und die Decke derart reflexionsarm gestaltet, dass absolute akustische Präzisionsmessungen möglich werden.

Am nächsten Tag stand ein Besuch des Gravitationswellendetektors „Geo600“ in Ruthe bei Sarstedt auf dem Programm. In einer faszinierenden Führung durch die Anlage erläuterte Dr. Benjamin Knispel die Funktion der leistungsstarken Technik auf Grundlage eines Michelson-Interferometers, mit der seit 2005 versucht wird Gravitationswellen aus dem Weltall aufzuspüren. Gravitationswellen entstehen der Theorie nach vorallem bei der Verschmelzung zweier Neutronensterne oder als Folge einer gewaltigen Supernovaexplosion. Zwar ist dies den Forschern weltweit bislang noch nicht gelungen, jedoch würde der direkte Nachweis den Astronomen ein neues Beobachtungsfenster eröffnen. Die Präzision und wissenschaftliche Originalität mit der in Ruthe wirkliche Spitzenforschung betrieben wird, beeindruckte sehr.

So waren sich alle Kollegen darüber einig, dass eine solche Exkursion bald wieder stattfinden sollte.

 

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