Sozialpraktikum

 

Soziale Verantwortung lernen – unser Sozialpraktikum „Compassion“

Unserem Schulprogramm als katholischer Schule entsprechend haben wir 2002 das zweiwöchige Sozialpraktikum „Compassion“ eingeführt. Es ist verbindlich für die Jahrgangsstufe 9 des Gymnasiums und seit 2015 für die Einführungsphase des Aufbaugymnasiums.

Im Umkreis Lippstadts und seiner benachbarten Städte und Gemeinden haben wir seit dieser Zeit ein Netzwerk von etwa 150 Praktikumsplätzen in den Bereichen der Seniorenpflege, der Krankenhäuser, der Kindergärten, der Behinderteneinrichtungen und der Jugendpflege aufgebaut. Aus diesem „Pool“ suchen sich die Schülerinnen und Schüler ihre Praktikumsstelle aus, die nach Wunsch der Schülerinnen und Schüler, der Eignung und einer gewissen Wohnortnähe gemeinsam mit der Schule vergeben werden. Nach endgültiger Zuteilung der Praktikumsstellen und einer ersten Begegnung vor Ort werden die Schülerinnen und Schüler in einem eintägigen Workshop „Compassion“ mit inhaltlichen und organisatorischen Fragestellungen auf ihren Einsatz vorbereitet. Dazu sind externe Experten aus unterschiedlichen Einsatzbereichen zu Gast in der Schule.

Im Vorfeld werden vor der Entscheidung der Schülerinnen und Schüler die Eltern in einem eigenen Elternabend über die Ziele und den Verlauf des Sozialpraktikums informiert. Hier besteht Gelegenheit zum Austausch untereinander, seine besondere Relevanz liegt aber auch in der Aufgabe die Eltern für einen geeigneten Einsatz ihrer Söhne und Töchter zu gewinnen, da erfahrungsgemäß auch die Eltern während der Einsatzzeit einen Großteil der gemachten ungewohnten Erfahrungen „auffangen“ sollten.

Während der Durchführung werden die SchülerInnen durch Lehrer betreut. Die SchülerInnen dokumentieren ihre Tätigkeiten und Erfahrungen in einer Dokumentationsmappe und einem Tagebuch. Wir haben bewusst auf eine herkömmliche „Praktikumsmappe“ verzichtet. Wir erwarten von den Schülern in einer Art Dokumentation die Vorstellung ihrer jeweiligen Einrichtung und die Darstellung ihrer persönlichen Erfahrungen. Dies geschieht auf einem zweifachen Weg: Zum einen erstellen die Schülerinnen und Schüler eine Dokumentation ihrer Einrichtung als Wandzeitung, Präsentation, Videofilm, Plakat oder Informationsmappe. Darüber hinaus haben sie ein Tagebuch während ihres zweiwöchigen Einsatzes geführt, der ihnen ihre Erlebnisse und Erfahrungen nachdrücklich widerspiegelt. Oft ist in der Auswertung der Dokumentation, die keiner Benotung unterliegt, eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Einsatzbereich des Sozialpraktikums, den dort angetroffenen Menschen und vor allem mit sich selbst festzustellen.

Seit 2008 hat die gemeinsame Auswertung einen erweiterten Rahmen gefunden. Die sonst im Schulgebäude vorgenommene Zusammenkunft sollte einen besonderen Akzent haben und die gemeinsam empfundene Freude über den Erfolg des Sozialpraktikums „Compassion“ ausdrücken. Dazu kam das Anliegen, auch das soziale Wirken der Ordensgründerin Mutter Pauline von Mallinckrodt, als besonderes Vorbild Schülerinnen und Schülern einmal mehr deutlich werden zu lassen.

Seit dieser Zeit findet im Rahmen des „Compassion-Tages 2“ ein gemeinsamer Gottesdienst statt, der das Erfahrene in Wort, Lied und Gebet gottesdienstlich begleitet. Unterschiedlich findet dieser Gottesdienst im Forum unserer Schule oder nach Möglichkeit in der Kirche des Mutterhauses der Schwestern der Christlichen Liebe in Paderborn statt. Im Anschluss daran finden in verschiedenen Gruppen die Auswertungen und Vorstellungen der Erlebnisse und Erfahrungen statt. Während ein Teil der Schülerinnen und Schüler sich dem Sozialpraktikum „Compassion“ rückblickend widmet, erfährt ein anderer Teil durch Schwestern der Christlichen Liebe bei einem Rundgang durch das Mutterhaus der Schwestern der Christlichen Liebe und einem Besuch der Gedenkstätte und des Grabes von Mutter Pauline von Mallinckrodt Hintergründe und Leitlinien des sozialen Tuns der Ordensgründerin. Ein gemeinsames Mittagessen mit einer nochmaligen kurzen Begegnung mit den Schwestern beschließt den Vormittag in Paderborn. Der anschließende frühe Nachmittag lädt zur Freizeit in der Domstadt ein. Im Laufe des Nachmittags tritt man dann die Rückkehr nach Lippstadt an. Zum Schluss des Gottesdienstes erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat über die „erfolgreiche Ableistung“ ihres Sozialpraktikums, das sie in ihrer Selbstwahrnehmung bewusst stärken will und sie darüber hinaus mit der religiösen Dimension des Erlebten konfrontiert.

Darüber hinaus erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Vermerk über die Teilnahme am Sozialpraktikum „Compassion“ auf ihrem Zeugnis. Das Zertifikat, der Zeugnisvermerk und eine von den Einrichtungen ausgestellte Bescheinigung, die in der Regel auch das positive Klima des Praktikums erwähnt, zeigt den Schülerinnen und Schülern die „offizielle“ Dimension ihres zweiwöchigen Tuns. Unterrichtlich findet das Sozialpraktikum „Compassion“ seine Verankerung in ausgewählten Themen des katholischen und evangelischen Religionsunterrichtes, außerdem durch intensive Informationseinheiten seitens des Projektkoordinators und der einzelnen Klassenlehrer.

Ansprechpartner: Herr Lange

 

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