„Politik kann auch Spaß machen“

Erstellt am Mittwoch, 12. Juni 2013

SV zu Gast im NRW-Landtag in der Landeshauptstadt Düsseldorf SV zu Gast im NRW-Landtag in der Landeshauptstadt Düsseldorf - Das ganze Schuljahr über sind die Klassen- und Jahrgangsstufensprecher engagiert in verschiedenen Schulgremien, bei der Organisation von Veranstaltungen und der Interessenvertretung ihrer Mitschüler. Als kleines Dankeschön, das ist inzwischen schon eine kleine Tradition an der Marienschule geworden, gehen die SV-Schüler zum Ende des Schuljahres auf eine Tagestour, die sie dieses Mal in die Landeshauptstadt nach Düsseldorf führte. Zusammen mit den Vertrauenslehrern Nina Wahl und Wilfried Jäger machten sich 38 Schüler auf Einladung der Lippstädter Abgeordneten Marlies Stotz (SPD) zum NRW-Landtag auf, wo ein umfangreiches Programm auf sie wartete. Nachdem zunächst Gelegenheit für einen kurzen Stadtrundgang gegeben war, nahm die Lippstädter Gruppe nach einer kurzen Begrüßung an einer aktuellen Anhörung von Experten zum Gesetzentwurf der Landesregierung über die Eingliederung von Behinderten in die Regelschulen teil. Dabei wurde deutlich, wie vielschichtig und komplex das Thema der Inklusion, das viele der Schüler aus dem Unterricht kannten, ist.

SV zu Gast im NRW-Landtag in der Landeshauptstadt Düsseldorf Anschließend probten die Schüler Landtag life, indem sie in die Rolle von Abgeordneten schlüpften und im Landtagsgebäude eine richtige Sitzung simulierten. Aus Milena wurde die Ministerpräsidentin und Dorothée hatte als Landtagspräsidentin die Sitzung zu leiten. Die anderen Schüler hatten Freude daran, am Mikrophon ihre vorbereiteten Reden als Vertreter der einzelnen Fraktionen zum Thema "Wahlrecht auch für Kinder" zu präsentieren, wobei Zustimmung und Missfallenskundgebungen aus dem Plenum nicht ausblieben. Einmütiges Fazit: Politik kann auch Spaß machen.

Dann war die Abgeordnete Marlies Stotz an der Reihe, die sich für mehr als eine Stunde von ihrem Terminplan frei machen konnte und mit den Schülern über ihre Arbeit als Abgeordnete informierte. Auch hier rückte das Thema Inklusion schnell in den Mittelpunkt einer engagierten Diskussion, bei der die Schüler von eigenen Erfahrungen über gelungene Integrationsbeispiele aus ihrer Schulzeit berichten konnten, gleichzeitig aber auch auf mögliche Schwierigkeiten bei diesem politischen Ziel hinweisen konnten. Übereinstimmend vertrat man die Meinung, dass für viele Behinderte das gemeinsame Lernen Vorteile mit sich bringen könnte, dass jedoch für bestimmte Gruppen das Verbleiben im Schutzraum Förderschule optimal sei. Zum Abschluss ließ Marlies Stotz es sich nicht nehmen, die Schüler zu Kaffee und Kuchen in das Landtagsrestaurant mit tollem Blick auf den übervollen Rhein einzuladen. Fazit des aktuellen Schülersprechers Christian Gebauer: " Wir hoffen, mit dieser Fahrt die Motivation für die Arbeit als Schülersprecher im kommenden Schuljahr erneut gegeben zu haben."

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